Ein
etwas anderes Blitzprojekt |
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Es war wohl eher der Zwang eine Hochzeit fotografieren zu müssen, die den Bedarf an etwas mehr Blitzenergie wachsen lies. Studioblitzgeräte sind in allen Leistungsklassen verfügbar, zeichnen sich aber fast immer dadurch aus, dass sie wirklich nur für Studios ausgelegt sind. Sowohl die Netzspannung als auch das nicht wasserdichte Gehäuse waren Killerkriterien. Wenn also schon Bedarf an einem leistungsstarken Blitz besteht, warum dann nicht das notwendige mit dem Hobby verbinden und einen netzspannungsunabhängigen Blitz bauen, der auch genug Leistung für die Untertagefotografie bietet. Das hier vorgestellte Bauprojekt hat einen 450 Joule-Blitz als Ziel, der aus einer 12V Spannungsquelle je nach Qualität des Aufbaus seine Energie in weniger als 20 Sekunden aufbauen kann und erstaunliche Leistungen und neue Potentiale bei der Fotografie eröffnet. Um die Bauteilbeschaffung so einfach wie möglich zu gestalten, wurde versucht, auf allgemein bekannte Bauteillieferanten zurück zu greifen. |
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Kernelement des Blitzgeräts ist die Wanderplatine, in diesem Fall eine modifizierte Lucifer 640 aus dem Bauprojekt von Lutz Markworth. Um mit Standartplatinenmaterial arbeiten zu können, wurden die leistungsführenden Leiterbahnen verstärkt. Da die komplette Schaltung in ein DN125-HT-Rohr passen soll, wurde die Form der Platine entsprechend angepasst, weggefallene Leiterbahnen durch Drahtbrücken ersetzt. Somit ist, je nach Wahl der Stromversorgung und des Reflektors, eine Baulänge von weniger als 30cm realistisch, bzw. zu unterbieten. Nicht unerheblich ist auch die Baumform der Kondensatoren. Man sollte versuchen, Kondensatoren welche für Blitzgerätanwendungen gebaut wurden, zu erstehen. Neu gefertigte Kondensatoren können da pro Stück schnell den Wert von 80 Euro übersteigen, die intensive Suche bei Online-Auktionshäusern spart schnell mehrere hundert Euro. |
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Um zu ermitteln, welche Leistung wir aus den beschafften Kondensatoren erhalten können, verwenden wir beistehende Formel. P in Wsec / Joule und C in Farad. Uzu ist die Ladeendspannung, Uab die Abbrennschlussspannung, typisch ca. 60 Volt. In meinem Fall sind es 7260µF bei einer Ladeendspannung von 360 Volt und einer Abbrennschlussspannung von 58 Volt insgesamt 458 Ws. |
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| ©2005 W.-P. Wölfl | ||